Mein Werdegang zur Friseurin - Kirsi Mathes

Friseurin

Sehr gerne habe ich seit meinem 14. Lebensjahr, neben dem Gymnasium, meine Großmutter in ihrem kleinen Friseursalon unterstützt und so schon die ersten Berufserfahrungen gesammelt. Allerdings konnte ich mir damals noch nicht vorstellen, tatsächlich selbst mit einzusteigen.

Nach dem Fachabitur und keiner Lust mehr zu lernen, wollte ich jedoch etwas Praktisches machen. So folgten 3 Jahre Friseurausbildung unter der Hand von Oma und Mutter. Immer mit der Absicht, ich will die Beste werden, habe ich mich voll reingekniet und super viele Fortbildungen schon während der Ausbildung gemacht.

Nach erfolgreicher Gesellenprüfung war die Freude am Beruf kurz verflogen, es folgte ein Jahr Orientierung, um dann festzustellen, ICH LIEBE DEN BERUF! Ich will den Salon übernehmen und mache meinen Meister.

Währenddessen wurde auch meine gute Gesellenprüfung anerkannt und ich durfte an der Samstagsschule für begabte Handwerker teilnehmen, ein Projekt der Handwerkskammer und der Stiftung Polytechnischen Gesellschaft, in dem die Führungskräfte von Morgen in den Bereichen, Rhetorik, Buchführung, Kommunikation und Betriebsführung geschult werden.

Dies lief für mich parallel zur Meisterschule und war eine ideale Ergänzung. Nach 4 Monaten harter Meisterschule mit vielen Höhen und Tiefen in Vollzeit, hielt ich dann am 5.8.2013 voller Stolz meinen Meisterbrief in der Hand.

Im Januar 2014 ehrte die Stadt Frankfurt die fünf besten Meister der Stadt aus 2013, ich gehörte dazu, der Wahnsinn! Die Beste zu werden hat tatsächlich geklappt.

Um beruflich richtig durchstarten zu können, legte ich im April 2014 noch die Weiterbildung zum Betriebswirt (BdH) ab. Parallel dazu erfolgte schon die Planung zur Betriebsübernahme. Seit August 2014 führe ich nun erfolgreich den kleinen Salon in Eckenheim, den ich von meiner Großmutter übernommen habe. Der nächste große Schritt war nun der Umbau unserer Räumlichkeiten, diesen haben wir am 11.02.2015 erfolgreich abgeschlossen. Nun konnte erst mal gearbeitet werden und die Kunden glücklich gemacht. Nach 3 Jahren Selbständigkeit konnte ich sagen, ich habe es keinen Tag bereut, dennoch ist es jeden Tag harte Arbeit und verdammt anstrengend. Aber ICH LIEBE MEINEN BERUF!

Chancen muss man ergreifen, wenn sie sich ergeben. Aus diesem Grund haben wir expandiert und zum 01.08.2017 den kleinen Salon „Kamm In“ in Eschersheim übernommen. Mit dem zweiten Salon ging ein weiterer großer Traum in Erfüllung und ich habe mich riesig über die neue Herausforderung gefreut. Denn auch hier standen Umbau und Renovierungsarbeiten an, die wir zum 28.02.2018 erfolgreich abgeschlossen haben.

Nun feiern wir im August 2022 schon 8 Jahre „Mein Frisörladen in Frankfurt am Main„. Aus dem kleinen „Oma-Salon“, der im Übrigen im April 2022 50-jähriges Bestandsjubiläum hat, ist ein erfolgreiches Friseurunternehmen mit inzwischen 2 Meistern und 4 Gesellen geworden, von denen 2 sogar in unserem Haus ausgebildet wurden. Diese Tatsache, also auch weiterhin Ausbildungsbetrieb zu sein, erfüllt mich mit Stolz. Jungen Menschen diesen schönen Beruf näher zu bringen und sie gut auszubilden, ist mir sehr wichtig und bei dem aktuellen Fachkräftemangel bin ich sehr froh, selbst für fähigen Nachwuchs zu sorgen.

Insgesamt bin ich inzwischen nicht nur mit Leib und Seele Friseurin, sondern vor allen Dingen Unternehmerin. Die Arbeit im Hintergrund, das Planen und Managen, ist genauso meins, wie tolle Haare zu zaubern, auszubilden und Mitarbeiter zu führen. Diese Vielfältigkeit macht für mich meinen Job zum Besten auf der Welt!

Wir haben ab 01.03.2021 für Sie geöffnet
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