Mein Werdegang zur Friseurin - Kirsi Mathes

Friseurin

Schon seit meinem 14. Lebensjahr habe ich regelmäßig und immer mit viel Freude, neben dem Besuch des Gymnasiums, sehr gerne meine liebe Großmutter in ihrem kleinen Friseursalon unterstützt und konnte somit bereits erste Berufserfahrungen sammeln. Allerdings war der Gedanke an ein Erlernen dieses Berufes noch in weiter Ferne.

Nachdem ich ein paar Jahre später mit dem Fachabitur die Schule beendet hatte und lieber etwas Praktisches machen wollte, folgten schließlich drei Jahre Friseurausbildung unter der Hand meiner Oma und meiner Mutter. Immer mit dem Ziel „ich will die Beste werden!“, habe
ich mich meiner Ausbildung mit vollem Elan gewidmet und auch da bereits sehr viele wichtige Fortbildungen gemacht. Denn die Ausbildung war mir noch nicht genug, ich wollte mehr.

Nach meiner erfolgreichen Gesellenprüfung im Jahr 2012 wollte ich mich zunächst in anderen Bereichen orientieren, denn die Freude am Beruf war zunächst verflogen. Aber schnell merkte ich, ICH LIEBE DIESEN BERUF! Und ich will nichts anderes machen, sondern den Salon meiner Oma später einmal übernehmen. Um das auch in die Tat umsetzen zu
können, ging ich auf die Meisterschule, denn der erfolgreiche Abschluss dieser war mein großes Ziel.

In dieser Zeit wurde auch meine gute Gesellenprüfung anerkannt und ich durfte parallel zu der Meisterschule noch an der Samstagsschule für begabte Handwerker teilnehmen, ein Projekt der Handwerkskammer und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, in dem die
Führungskräfte von morgen in den Bereichen Rhetorik, Buchführung, Kommunikation und Betriebsführung geschult werden.

Diese Samstagsschule war eine ideale Ergänzung, denn sämtliches Wissen, welches ich dort erlangte, benötige ich natürlich als Meister. Dann endlich, nach vier Monaten harter Meisterschule in Vollzeit, mit vielen Höhen und Tiefen, konnte ich am 05.08.2013 voller Stolz meinen Meisterbrief in den Händen halten!

Damit aber nicht genug – im Januar 2014 ehrte die Stadt Frankfurt die fünf besten Meister der Stadt aus dem Jahr 2013 und ich gehörte dazu! Unglaublich, der Anspruch an mich, die Beste zu werden, hat tatsächlich funktioniert! Ich habe mein Ziel erreicht!

Um beruflich richtig durchstarten zu können, legte ich im April 2014 noch die Weiterbildung zum Betriebswirt (BdH) ab. Parallel dazu erfolgte auch die Planung zur Betriebsübernahme, die im August 2014 zur Wirklichkeit wurde. Seitdem führe ich sehr erfolgreich den kleinen Salon in Eckenheim, den ich von meiner Großmutter übernommen habe. Im nächsten großen Schritt bauten wir die Räumlichkeiten um und konnten diesen am 11.02.2015 erfolgreich abschließen. Jetzt stand nichts mehr im Wege, viele Kunden mit unserer Arbeit glücklich zu machen. Nach drei Jahren Selbstständigkeit konnte ich immer noch sagen, dass ich keinen Schritt bereut habe, obwohl es jeden Tag aufs Neue harte Arbeit und auch verdammt
anstrengend ist. Aber ICH LIEBE MEINEN BERUF!

Chancen muss man ergreifen, wenn sie sich ergeben. Aus diesem Grunde expandierten wir und übernahmen zum 01.08.2017 den kleinen Salon „Kamm In“ in Eschersheim. Mit diesem zweiten Salon ging ein weiterer großer Traum für mich in Erfüllung und ich freute mich sehr über die neue große Herausforderung. Auch für diesen Salon standen große Umbau- und Renovierungsarbeiten an, die wir am 28.02.2018 erfolgreich beendeten.

Nun werden wir im August 2022 schon 8 Jahre „Mein Frisörladen in Frankfurt am Main“ feiern. Aus dem kleinen „Oma-Salon“, der übrigens im April 2022 sein 50-jähriges Bestandsjubiläum begeht, ist ein erfolgreiches und expandierendes Friseurunternehmen mit inzwischen zwei Meistern und vier Gesellen geworden, von denen sogar zwei in unseren Salons ausgebildet wurden. Diese Tatsache, weiterhin Ausbildungsbetrieb zu sein, erfüllt mich mit großem Stolz. Junge Menschen an diesen schönen Beruf zu führen, ihnen die Liebe und das Engagement dazu zu vermitteln und sie gut auszubilden, ist mir das oberste Gebot. Noch dazu bin ich bei dem aktuellen Fachkräftemangel sehr froh, damit selbst für fähigen Nachwuchs zu sorgen.

Ich bin inzwischen nicht nur mit Leib und Seele Friseurin, sondern vor allen Dingen Unternehmerin. Die Arbeit im Hintergrund, das Planen und Managen der beiden Salons, ist genauso meine Berufung, wie wunderschöne Haare zu zaubern, zufriedene und glücklich strahlende Kunden aus meinen Salons gehen zu sehen und natürlich das Ausbilden und Führen meiner Mitarbeiter. Diese immense Vielfältigkeit macht für mich meinen Job zum Besten auf der Welt!

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